Hoher Besuch

Werner Kuhn, Anbauberater der Vereinigung „Netzwerk Lebensraum Feldflur“ und Mitentwickler der mehrjährigen biomassereichen Blühmischung Biogas 1/BG 70 hat den langen Weg von Würzburg auf sich genommen, um die Projektbeteiligten zu beraten. Dabei ging es hauptsächlich um die als Maisersatz bzw. ökologische Ergänzung in Kooperation mit der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim und dem Unternehmen Saaten-Zeller entwickelte Blühmischung, die auf den Versuchsflächen dreier Landwirte um Mössingen mehr oder minder erfolgreich angebaut wird. Aufgrund der mäßigen Erträge im ersten Standjahr und der teils starken Verunkrautung war nun die Beratung vom Fachmann gefragt.

Vor dem Gespräch beäugen Frau Dr. Weiß von der Landwirtschaftsabteilung des Landkreises und Biogas-Landwirt Dreher den Zustand der Fläche kritisch.

Vor dem Gespräch beäugen Frau Dr. Weiß von der Landwirtschaftsabteilung des Landkreises und Biogas-Landwirt Dreher den Zustand der Fläche kritisch.

Malve, Natternkopf, Rainfarn, Steinklee, Ehrenpreis

Was auf den ersten Blick stark verunkrautet wirkt, birgt doch viel Potential: unten links treibt eine Malve, Mitte rechts schiebt sich der Natternkopf in die Höhe, die gefiederten Blätter etwas weiter oben gehören zum bestandsbildenden Rainfarn und oben Mitte treibt ein noch kleiner Steinklee. Der bereits blühende Ehrenpreis stört dabei nicht, gegen die Gräser muss etwas unternommen werden.

Interessierte Gruppe beim Blühmischungs-Termin

Eine interessierte Gruppe aus Landwirten, Vertretern des Vereins Vielfalt, des Landratsamts, der Presse und des Netzwerks Streuobst hat sich am Versuchsfeld von Gerd Klett am Ortseingang von Nehren zur Begutachtung des Aufwuchses eingefunden.

Lange wurde beraten, diskutiert und sich ausgetauscht, bis alle durchgefroren waren. Ergebnis: Der Acker von Herrn Klett braucht nun dringend Dünger und Regen, gegen das Gras muss etwas unternommen werden. Das Versuchsfeld von Herrn Dreher kann leider nicht gehalten werden – trotz des besseren Zustands im ersten Jahr -, da aufgrund der zu tiefen Aussaat der mehrjährige Aufwuchs zu gering ist. Dafür wird es neue Versuchsflächen im Bereich Mössinger Nordring/Endelberg geben sowie weitere Flächen auf Nehrener Gemarkung.

(v.l.n.r.: Gabriele Dreher-Reeß, Thorsten Teichert, Karl-Martin Dreher, Werner Kuhn, Gerd Klett, Anette Hübsch, Sabine Mall-Eder)

(v.l.n.r.: Gabriele Dreher-Reeß (Landwirtin), Thorsten Teichert (Verein VIELFALT), Karl-Martin Dreher (Landwirt), Werner Kuhn (Netzwerk Lebensraum Feldflur), Gerd Klett (Landwirt), Anette Hübsch (Südwestrundfunk), Sabine Mall-Eder (Netzwerk Streuobst Mössingen))

Die Berichterstattung zum Projekt lässt sich wie immer auf unserer Medienseite verfolgen.

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