Obstholz für Obstbrand

Nicht nur in Mössingen und Nehren wird über die Inwertsetzung von Streuobstwiesen durch ihre die Biomasse nachgedacht. Der NABU Ofterdingen berichtet von einer Pflegeaktion, bei der eine alte Streuobstwiese gerettet und das Landschaftspflegematerial energetisch verwertet wurde. Nachahmenswert.

„Im letzten Jahr übernahmen wir eine Streuobstwiese, die schon längere Zeit nicht mehr gepflegt wurde. In den letzten Monaten führten wir dort mehrere Arbeitseinsätze durch. Es musste das Altgras mit einer Motorsense abgemäht und die Obstbäume von hohem Buschwerk befreit werden. Teilweise konnte man die Bäume zwischen den Sträuchern erst auf den zweiten Blick erkennen. Auch einem Wasserlauf, der ungebändigt über die Nachbarwiese floss, musste wieder in das für ihn vorgesehene Rohr geleitet werden. Den riesigen Berg des angefallenen Reisig wollten wir nicht einfach verbrennen. Außerdem sollte die Wiese nicht gedüngt werden, damit sich eine schöne Wildblumenwiese entwickeln kann. Deshalb entschieden wir uns für das Zerhäckseln und für die sinnvolle Verwertung der kostbaren Hackschnitzel.

Pflegeaktion NABU Ofterdingen

Der NABU Ofterdingen befreite eine alte Streuobstwiese und verwertete das anfallende Material energetisch.

Für unser Vorhaben bekamen wir vom Mössinger Bauhof einen großen Häcksler zur Verfügung gestellt. Martin Luz vom Heimgartenhof überließ uns einen Traktor mit großem Anhänger. Das Häckseln ging recht zügig von statten. Es gab eine größere Menge an Hackschnitzel als wir dachten. So mussten wir zweimal fahren. Martin Luz nahm die Hackschnitzel dankbar ab. Er beheizt seine Brennerei damit. Somit kommt also das Brenngut in doppeltem Sinne von den Streuobstwiesen. Es wäre schön, wenn wir auch in Ofterdingen, ähnlich dem Mössinger Vorbild des ‚Netzwerk Streuobst‘, eine sinnvolle Verwertung des Schnittgutes der Streuobstwiesen aufbauen könnten. Vielleicht hätte dann der eine oder andere Gütlesbesitzer wieder mehr Lust, seine Obstbäume regelmäßig zu schneiden.“

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